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Umbau Gemeindehaus

Der Kirchenvorstand hat beschlossen, das Gemeindehaus umzubauen.

Das Ziel wurde lange eingekreist, viel diskutiert und immer wieder verschoben. Aber jetzt führt an dieser Baumaßnahme kein Weg mehr vorbei, die Zeit dazu ist (über-)reif.

Mehrere Gründe gibt es hierfür.

Als erstes das Gebäude selbst: Es genügt den technischen und energetischen Ansprüchen unserer Zeit nicht mehr. Die Entwicklung der technischen Standards hat die Räumlichkeiten in den letzten Jahrzehnten überholt. Die sanitären Anlagen müssen überholt und seniorengerecht ausgebaut wer- den. Die schönen Fenster des Gemeindesaals lassen die Wärme im Winter hinaus und im Sommer hi- nein. Die Akustik der Räume ist ungenügend. Die Ausstattung nicht mehr ansprechend und zweckmäßig.

Ein zweiter Grund ist die Nutzung, die sich im Lauf der Zeit gewandelt hat. Die Aktivitäten, die hier stattfinden, sind unterschiedlichster Art. Sie reichen von Kinderbastelgruppen über Zusammenkünfte zum Diskutieren, Kaffeetrinken, von Vorträgen bis hin zu sportlichen Veranstaltungen, z. B. Gymnastik oder Yoga, oder auch zu größeren musikalischen Events und natürlich zu den Gemeindefesten.

K.TrilligGemeindehaus Ansichten

Ein Gebäude dieser Art muss flexibel sein

Ein weiterer Grund sind die Nutzer selbst. Ihre überaus große Vielschichtigkeit verlangt Räume, die in Qualität und Ausstattung dieses Spektrum widerspiegeln können. Die jüngsten Nutzer, z. B. während des Kindergottesdienstes oder der Bastel- gruppe, benötigen ein pflegeleichtes und kindgerechtes Umfeld, wohingegen für die Sportgruppen ein qualifizierter Fußboden notwendig ist. Für das Frühstückscafé ist die Anbindung an die Küche und die Sanitärräume wünschenswert, bei Sitzungen und Konzerten muss die Raum-Akustik stimmen. Ein ganz wichtiger Punkt ist die optimale Erreichbarkeit aller Räume für alle Personen, ob ganz jung oder ganz alt, ganz groß oder ganz klein, also gleichermaßen für »Enkel« und »Opa«.

Ein kleiner Exkurs in die Entstehungsgeschichte dieses Gebäudes soll zeigen, wie wandlungs- und anpassungsfähig ein Gebäude seinen Nutzern immer wieder entgegenkommen muss und wie das in unserem Fall auch immer wieder geschehen ist.

Unser heutiges Gemeindehaus steht an dem Ort, an dem 1899 der erste evangelische Betsaal in Mühlheim eingeweiht wurde. Wenige Jahre später, mitten im ersten Weltkrieg, entstand aus diesem Betsaal eine Kapelle. Die Gemeinde wuchs und es wurde das Pfarrhaus erworben und 1925 der Kindergarten eingerichtet.

Nach dem 2. Weltkrieg, die Zahl der evangelischen Bürger in Mühlheim nahm immer mehr zu, wurde 1958 für Betsaal und Kindergarten das neue Kirchengebäude mit seinem symbolischen Kindergarten-Fundament, wie wir es heute kennen und nutzen, nebenan errichtet.

Das jetzige Gemeindehaus entstand 1972, als die Kapelle und das Schwesternhaus umgebaut wurden mit zusätzlich vier Apartments für das Kindergartenpersonal.

Heute, 45 Jahre später, ist dieses Gebäude in die Jahre gekommen und der Kirchenvorstand hat im Herbst 2017 beschlossen, das Gemeindehaus bedürfnisgerecht zu modernisieren.

K.TrilligGemeindehaus Grundriss

Folgende Baumaßnahmen sind geplant

Der Gebäudeeingangsbereich wird neu gestaltet und erhält sowohl einen großzügigen neuen Eingangsbereich als auch einen offenen Zugang zum Pfarr- und Kindergarten durch eine breite Treppe. Notwendige räumliche Zusammenhänge werden neu hergestellt werden.

Die Küche, die jetzt im Kellergeschoss liegt, und ein Behinderten-WC werden erdgeschossig nahe dem Gemeindesaal und der Bücherei angeordnet. Die vorhandenen Sanitärräume im KG werden saniert. Das WC neben der Kinder- und Jugendbücherei wird kindgerecht ausgestaltet. Die Bücherei wird zukünftig barrierefrei erreichbar sein.

Nach energetischen Gesichtspunkten wird die Dämmung des Daches des Gemeindehauses und der Außentüren optimiert. Für die Glasbausteinwand und für die bunten und großen Fenster des Gemeindesaales wird eine Lösung erarbeitet, die den ungehinderten Energiefluss gestalterisch befriedigend dämmt.

Die Akustik des Gemeindesaales wird durch die Neugestaltung der Decke verbessert.

Das Architekturbüro Seipel hat unsere Wünsche und Vorstellungen aufgenommen und in eine Vorplanung umgesetzt.

Die Kosten werden bei 470000 EUR liegen, wobei unsere Gemeinde ca. 155 000 EUR aus Eigenmitteln beitragen muss.

Gerne können Sie die Maßnahme auf vielfältige Weise unterstützen. Dazu werden noch Informationen weitergegeben.

Der Zeitablauf sieht vor, die Planung im Laufe dieses Jahres durchzuführen und zu Beginn 2019 mit der Bauausführung zu starten. Vielleicht kann Ende 2019 zur Einweihung eingeladen werden.

Das wäre schön.

Ziel ist es, die Räumlichkeiten der evangelischen Friedensgemeinde zukunftsfähig zu machen.

Wir haben uns eine ganze Menge vorgenommen und werden Sie über den aktuellen Stand informiert halten.

5. Februar 2018
Karla Trillig
Vorsitzende des Bauausschusses des Kirchenvorstandes

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